Schufa Score

Was ist der Schufa-Score?
Die Schufa speichert Daten zur eigenen Person. Neben den personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, frühere Anschriften) handelt es sich auch um Informationen von Vertragspartnern (Bankkonten, Kreditkarten, Leasingverträge, Mobilfunkdaten, Versandhandelsdaten, Ratenzahlungsgeschäfte, Kredite, Bürgschaften und Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen). Anhand dieser Daten errechnet die Schufa mit Hilfe von nicht bekannten statistisch-mathematischen Analyseverfahren den sogenannten Schufa-Score für jede bei ihnen gespeicherte Person. Die Zuverlässigkeit der Scoring-Verfahren wird regelmäßig von neutralen Stellen (z.B. dem statistischen Bundesamt) geprüft.

(Achtung: Entgegen vieler Vermutungen hat die Schufa KEINEN Zugriff zu Informationen über Vermögen und Einkommen, Beruf, Ehegatten, Nationalität, Kaufverhalten oder Mitgliedschaften bzw. Lebenseinstellungen!)

Was ist der Basisscore?
Der Basisscore ist ein unabhängiger Orientierungswert, der sich anhand der gespeicherten Informationen zur eigenen Person errechnen lässt. Er liegt zwischen 0 – 1000, wobei 1000 als höchster und bester Wert anzusehen ist (In Version 2.0 liegt der Wert zwischen 0 und 10.000, umso größer die Werte umso detaillierter das Ergebnis). Die Erfüllungswahrscheinlichkeit liegt dementsprechend zwischen 0% und 100%, wobei 100% nur ein rein theoretischer Wert ist.

> 97,5 % sehr geringes Risiko
95% – 97,5% geringes bis überschaubares Risiko
90% – 95% zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko
80% – 90% deutlich erhöhtes bis hohes Risiko
50% – 80% sehr hohes Risiko
< 50% sehr kritisches Risiko Den Basisscore kann jeder Bürger sofort in seiner Schufa-Selbstauskunft einsehen. Diese Auskunft kann jeder Bürger einmal im Jahr kostenlos beantragen, oder im eigenen Schufa-Konto online jederzeit einsehen. Allerdings berechnet die Schufa noch weitere, branchenspezifische Scoremodelle. Das ist deswegen so wichtig, weil für verschiedene Branchen unterschiedliche Aspekte beachtete werden müssen. Beim Kauf eines Hauses möchte der Schufa-Vertragspartner (in diesem Fall die Bank) ganz andere bzw. detailliertere Informationen zum Kunden als z.B. der Chef eines Versandhauses. (Manche Unternehmen lassen sich von der Schufa sogar Ihren eigenen, individuellen Scorewert entwickeln.)

Was sagt der Basisscore aus?
Der Basisscore dient als Entscheidungsstütze bei der Vergabe von Krediten, Ratenzahlungen oder Zahlungszielen. Das jeweilige Unternehmen möchte sich absichern und das mögliche Risiko des Zahlungsausfalls auf geringem Level halten. (Ein Scorewert von 95% bedeutet beispielsweise, dass im Durchschnitt 95 von 100 Personen mit diesem Score zahlungsfähig sein werden.)

Woher hat die Schufa meine Daten?
Die Datenerhebung geschieht ausschließlich durch Ihr Einverständnis. Wenn sie ein Bankkonto eröffnen, oder einen Handyvertrag unterzeichnen, müssen Sie die sogenannte Schufa-Klausel akzeptieren, sonst wird zwischen Ihnen und Ihrem potentiellen Geschäftspartner (voraussichtlich) kein Vertrag zustande kommen.

Schufa Score verbessern
Viele Bürger sind verblüfft wenn sie Ihre Schufa Selbstauskunft zum ersten Mal in den Händen halten. Teilweise fällt der Schufa Score überraschend schlecht aus obwohl man sich keiner Schuld bewusst ist. Negativ wirkt sich das Ganze dann aus, wenn sie z.B. den gewünschten Kredit fürs erste Eigenheim nicht bekommen. Damit genau so etwas nicht passiert, ist grundsätzlich zu raten, die kostenlose Selbstauskunft einmal im Jahr abzurufen und sich zu informieren welche Daten im Bestand der Schufa (fälschlicher Weise noch) vorhanden sind. Ebenso können Sie einen Schufa Eintrag löschen lassen, sofern die Schufa kein Recht hat diesen bei sich zu listen.

Hier ein paar Tricks und Tipps wie Sie Ihren Schufa Score verbessern können:

  • Kontrollieren Sie Ihre Daten regelmäßig auf Richtigkeit.
  • Achten Sie darauf, dass Negativmerkmale nach vollständiger Begleichung und einer anschließenden Frist von drei Jahren gelöscht werden müssen.
  • Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen (eidesstattliche Versicherung/Haftbefehl zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung) müssen nach drei Jahren gelöscht werden.
  • Viele verschiedene Girokonten und Kreditkarten sowie häufiger Wohnungswechsel wirken sich negativ aus den Schufa Score aus.
  • Giro- und Kreditkartenkonten müssen sofort nach der Kontoauflösung gelöscht werden.
  • Mehrere Kreditanfragen wirken sich negativ auf Ihren Score Wert aus (dies gilt auch wenn die Anfragen nur zu Vergleichszwecken notwendig sind!).
  • Jüngere Menschen werden grundsätzlich schlechter eingestuft.
  • Die vorzeitige Zurückzahlung eines Kredites kann sich ebenfalls negativ auf Ihren Score auswirken (kein ordentliches Zahlungsverhalten – der Kunde hält sich nicht genau an die vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten).
  • Manche Kundenkarten werden bei der Schufa als Kreditkarten geführt.
  • Ordentliches Zahlungsverhalten führt zu einer Verbesserung des Score Werts.
  • Seit einer Änderung des Bundesdatenschutzgesetztes im Oktober 2008 kann jeder Verbraucher bestimmte Einträge löschen lassen (entsanden nach dem 1.1.2007 und nicht höher als 1000 Euro und innerhalb eines Monats beglichen).