Schufa Eintrag löschen

Wenn Sie Probleme mit Ihrem Zahlungsverhalten hatten, oder Ihrer Zahlungspflicht nur unregelmäßig bzw. gar nicht nachgekommen sind, kann ein negativer Schufa-Eintrag entstehen. Allerdings nur dann, wenn Sie mindestens zwei Mahnungen erhalten und diese nicht bezahlt haben. Vier Wochen nach der ersten Mahnung kann dann der Schufa-Eintrag erfolgen. In diesem Fall bleibt das Negativmerkmal bis zur vollständigen Begleichung des Betrags und einer anschließenden Frist von drei Jahren bei der Schufa eingetragen. Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen (eidesstattliche Versicherung/Haftbefehl zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung) müssen ebenso nach drei Jahren gelöscht werden.

Achten Sie allerdings darauf, dass das Merkmal nach Ablaufen der Frist auch wirklich gelöscht wird, oft hat die Schufa alte Daten noch gespeichert oder in ihrem System. Seit einer Änderung des Bundesdatenschutzgesetztes im Oktober 2008 kann jeder Verbraucher zusätzlich Einträge löschen lassen die erstens nach dem 1.1.2007 entstanden sind, zweitens nicht höher als 1000 Euro waren und drittens innerhalb eines Monats beglichen wurden. Beachten Sie heirfür auch unsere Tipps zur Verbesserung des Schufa Score Wertes.

Wenn Sie unberechtigte Forderungen in Ihrem Schufa-Verzeichnis vorfinden, sollten Sie Einspruch einlegen (und wenn nötig auch einen Anwalt einschalten). Dieser Widerspruch ist sofort und schriftlich per Einschreiben mit Rückschein zu versenden, damit Sie den Widerspruch später nachweisen können. Senden Sie das Ganze an die SCHUFA Holding AG, Postfach 5640, 30056 Hannover. Grundsätzlich ist es so, dass nur unbestrittene Forderungen bei der Schufa gespeichert werden dürfen. Strittige Forderungen (Forderungen ohne Rechtsgrund) dürfen nicht eingetragen werden. In der Praxis geschieht dies dennoch viel zu oft, deswegen sollten Sie einmal im Jahr die kostenlose Schufa Selbstauskunft in Anspruch nehmen um Ihre persönlichen Daten zu überprüfen. Wenn Sie einen Einwand vorgebracht haben, werden die Daten allerdings erst nach Rücksprache mit dem jeweiligen Vertragspartner (dem Unternehmen von dem die Informationen über Sie stammen) gelöscht. Die geschieht in der Regel innerhalb der nächsten Tage, hängt aber auch von der Kooperationsbereitschaft des Vertragspartners ab.

Gerade Inkassounternehmen arbeiten mit vielen Tricks und veranlassen oft Schufa Einträge zu denen sie keinerlei Berechtigung haben. Der Grund hierfür liegt ganz einfach darin, dass viele Unternehmen unbezahlte Rechnungen (teils vorschnell) an Inkassobüros abtreten. Diese informieren sich nicht über die rechtlichen Grundlagen oder Richtigkeit der Forderungen, sondern versuchen einfach, das Geld möglichst schnell „einzutreiben“. In vielen Fällen liegt längst ein Einspruch gegen die Forderung vor, d.h. diese ist strittig (nicht mehr unumstritten) und darf überhaupt nicht bei der Schufa eingetragen werden. Lassen sie sich also nicht verunsichern, auch in diesem Fall gilt: Ein Eintrag bei der Schufa kann erst nach zwei Mahnungen (und vier Wochen nach der ersten Mahnung) überhaupt erfolgen und dann auch nur, wenn Sie keinen Einspruch gegen die Forderung eingelegt haben und diese berechtigt ist. Viele Inkassounternehmen drohen in Ihren Briefen und Mahnungen mit Maßnahmen und Sanktionen die unkontrolliert und nicht durchsetzbar sind. Haltet Sie sich an das, was Sie wissen und wenden Sie sich bei falschen Eintragungen direkt an die Schufa.